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Ausfahrt in den Bayerischen Wald

 

Am 26. April war es endlich so weit: Unser Club startete zur ersten Ausfahrt 2014. Die Vorfreude war groß, denn viele fahren Saisonkennzeichen und haben ihre Fahrzeuge zur ersten größeren Fahrt vorbereitet.

Obwohl der Himmel mit Wolken zugezogen war, blieb es vormittags trocken, und so traf sich die erste Gruppe an der österreichischen Grenze in Simbach am Inn. Alois holte uns ab und wir machten unseren ersten Stopp bei ihm zu Hause, wo Josef und seine Frau mit ihrem roten Targa schon warteten. Auf der gemütlichen Terrasse erläuterte uns Alois die Strecke auf österreichischer Seite nach Passau.

Weil das Wetter hielt, wurden die Targa-Dächer abmontiert, um die Fahrt unter freiem Himmel zu genießen. Nächstes Ziel war ein Tankstopp in Altheim, um die günstigeren Spritpreise in Österreich zu nutzen.

Vorbei an goldgelb blühenden Rapsfeldern und kleinen Hauskapellen am Wegesrand schlängelte sich die Gruppe von sechs Autos durchs Innviertel. Unser Weg führte uns durch landwirtschaftlich geprägte Dörfer und malerische Kleinstädte wie Obernberg, das auf der Hochterrasse über den Inn liegt und einen wunderschönen Marktplatz hat. Weiter ging es bis nach Schärding,wo wir den Inn und die Grenze nach Bayern überquerten und auf der A3 bis Passau-Mitte fuhren. Hier erwarteten uns schon Rembert und Christa und machten unsere Gruppe komplett.

Rembert übernahm die Führung auf die Veste Oberhaus. Über die Donau ging es die kurvige Straße zur Anhöhe hinauf und auf der Zufahrt zur Burg erhielt man einen wunderschönen Blick über das Umland von Passau. Vor dem Lokal "Das Oberhaus" warteten bereits reservierte Parkplätze auf uns und Babs winkte uns vom Eingang des Gastgarten entgegen. Mittlerweile hatte sich die Sonne durchgesetzt, der Himmel präsentierte sich in Weiß-Blau und die Aussicht auf Passau war überwältigend. Bei gut bürgerlicher Küche und freundlichem Service verbrachten wir unsere Mittagspause in der Frühlingssonne.

Der nächste Abschnitt unserer Ausfahrt führte uns in den Bayrischen Wald. Wir folgten der kurvigen Landstraße hinauf Richtung Regen. Es ging durch helle Laub- und dunkle Nadelwälder, begleitet von mehr oder weniger dunklen Wolken. Kurz vor unserem nächsten Ziel meinte Petrus es nicht mehr gut mit uns und schickte uns einen Regenschauer. Eilig legten wir einen Stopp ein, um unsere Dächer wieder zu montieren. Als wir an der Burgruine Weißenstein ankamen, ließ der Regen nach. Rembert und Babs überraschten uns mit selbstgemachten Gebäck, und so machten wir am Fuß des "Gläsernen Waldes", einem Kunstwerk aus buntem Glas, ein kleines Picknick. Gläserne Buchen, Kiefern, Tannen, Fichten und Espen ließen uns über die Vielfalt der Glaskunst staunen. Natürlich fuhren wir nicht weiter, ohne die Burgruine zu erklimmen und die Aussicht in den Bayrischen Wald zu genießen.

Unsere letzte Etappe führte uns über schmale Nebenstraßen durch die Dörfer des Waldes, auf denen wir Reiter mit ihren Pferden und Biker auf ihren Motorrädern trafen. So kamen wir in der Schlosstaverne Offenberg an, einem der ältesten Gasthäuser Niederbayerns. Bei einem guten Abendessen ging ein schöner Ausflug in eine der schönsten Regionen Bayerns zu Ende.

 

Butz Oliver