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Jugendkart trifft Lüfterrad  oder wie der Porsche Club für den klassischen 911 Südwest die Jugend in das Clubleben integriert

 

Es war einer dieser typischen Herbsttage. Der Morgen war kalt und feucht. Jedoch konnte man bereits erahnen, dass es ein sonniger und warmer Tag werden wird. Also die beste Voraussetzung, um ein Motorsportevent ins Leben zu rufen.

Bereits auf der Fahrt zum Trainingsgelände des Rallye Club Böblingens kam die Sonne heraus. Es hatte den Anschein, als ob Sie jemand sucht, mit dem Sie um die Wette strahlen kann.

Am Gelände angekommen trafen sogleich die beiden Vorsitzenden, Carsten Prochaska und Moritz Berg ebenfalls ein. Nach einer freudigen Begrüßung spürte man sogleich, dass hier sich zwei Clubs treffen, die sich in Ihrem, Grundverständnis sehr nahe sind.

Weitere, zahlreiche, Mitglieder vom Rallye Club erschienen, um weitere Vorbereitungen zu treffen. So wurden umgehend die beiden Karts gecheckt, die Strecke präpariert, die Boxengasse aufgebaut, das Catering drapiert und auch die Zelte aufgeschlagen, damit sowohl die Aktiven als auch Gäste angenehm sitzen können. Dank zahlreicher helfender Hände lief der Aufbau sehr professionell ab. So blieb uns Zeit sowohl unsere Banner als auch Fahnen entsprechen in Szene zu setzen.

Nur kurz konnte dieser Anblick betrachtet werden, denn man hörte bereits aus der Ferne, den ach so geliebten Sound der 911 kommen. Die erste Gruppe war im Anmarsch. Diese bestand sowohl „jungen Wilden“ und auch einigen „alten Hasen“. Genau diese Mischung haben wir uns gewünscht. Der Ursprungsgedanke, vor allem der ist die Jugend des Porsche Clubs ins aktive Geschehen einzubeziehen, war gelungen.

Nach kurzer und herzlicher Begrüßung wurde bereits mit der Einweisung begonnen, denn vor allem die Jungen wollten möglichst schnell selbst ins Lenkrad greifen und um den Kurs jagen. Die Besonderheiten des Kurses erkennt man erst, wenn man sich zu Fuß um den Kurs begibt. Danach wurde die Bedienung der Kart´s erläutert. Die „Jungen“ wurden vor allem auf die Bedienung von Gas und Bremse eingestimmt. Nun konnte es fast schon losgehen.

Um allen in einer praktischen Anschauung zu zeigen, wie dies in Perfektion aussehen kann, führen zwei Profis vom Rallye Club Böblingen einige Einführungsrunden, um die Kart´s auf Betriebstemperatur zu bekommen. Nun wurden Helme und Handschuhe angelegt und es konnte der erste auf die Strecke. Da eine gewisse Anstrengung als auch hohe Konzentration nicht zu unterschätzen ist, wurde jeder Fahrer nach 5 – 6 Runden zum Boxenstopp ins Fahrerlager reingeholt. Parallel startet dann der andere Fahrer zu seinen Runden. Beim Fahrerwechsel wurde dann das Kart immer individuell an die Körpergröße wie auch Beinlänge angepasst. Jeder Fahrer bekommt so ein auf Ihn abgestimmtes Fahrzeug.

Die anfängliche Vorsicht der Novizen wich Runde um Runde mehr einer gewissen Routine. Dies ließ sich vor allem an weniger fliegenden Hütchen als auch schnelleren Rundenzeiten leicht ablesen.

Da der Rallye Club Böblingen auch an das leibliche Wohl gedacht hat, konnte man sich sowohl in seinen Fahrpausen und die anderen Gäste, wann immer sie es wünschten, sich mit nicht „bleifreien“ Getränken“, Kaffee und auch Kuchen stärken.

Das muntere Treiben auf der Strecke wurde dann nach ca. 2,5 Stunden durch das Einläuten der Mittagspause beendet. In dieser Zeit trafen bereits die Teilnehmer der zweiten Gruppe ein, sodass der Parkplatz reichlich mit Elfern versehen war. Vor allem die Jungen Helfer des RCB waren an den unterschiedlichen Modellen sehr interessiert. Selbstverständlich wurde der Wunsch nach einer Mittfahrt gerne erfüllt. Der Weil im Schönbuch ist nicht weit und so konnte der Elfer gewohntes Terrain gleich unter die Reifen nehmen.

Die Mittagpause wurde dazu genutzt sich bei „Hot Dog“ und Apfelschorle zu stärken. Da blieben intensive Benzingespräche natürlich nicht aus.

Ferner wurde die Mittagspause auch dazu genutzt einen Elektro-Kart mit Anhänger zu präsentieren. Die Kinder, die noch zu jung zum selbst fahren waren, wurden im Anhänger von einer erfahrenen Pilotin um den Kurs chauffiert. So konnte das „Feeling“ jedem der es spüren wollte, bestens vermittelt werden.

Nachdem sich alle gestärkt hatten, startete dann die zweite Gruppe mit der Einweisung in den Nachmittag. Hier wurde zur großen Freude aller so manches Fahrertalent entdeckt. Ja ein „junger Wilder“, der zum ersten Mal überhaupt in einem Kart saß, entwickelte Runde um Runde ein derartiges Gefühl für das Kart, dass dieser gleich von einem Trainer angesprochen wurde, ob er denn nicht in den RCB kommen möchte. Nach weiteren 2,5 Stunden wurde dann auch hier die Zielflagge geschwenkt.

Abschließend ist zu sagen, dass man den Tag als sehr gelungen bezeichnen kann. Man erlebte ausschließlich Freude, Euphorie und strahlende Gesichter. Der Wunsch nach einer Fortsetzung wurde nicht nur einmal mir gegenüber geäußert.

Ich danke den Teilnehmern als Hauptakteure an diesem Tag. Ferner gilt mein Dank unserem Vorsitzenden, Carsten, der mit Rat und Tat jederzeit zur Seite stand.

Ferner danke ich dem Rallye Club Böblingen für das Ermöglichen dieses Events. Das herausragende Engagement wurde durch die zahlreichen Akteure auf und neben der Strecke begleitet.

Ach ja, da war ja noch die Morgensonne vom Beginn des Berichts, die sich einen Gegner zum „um die Wette strahlen“ gesucht hat. Ja die Gegner konnte sie heute tatsächlich in Böblingen finden. Jedoch kann kein Sieger gekürt werden, denn Sieger waren alle, die diesen Tag gemeinsam erlebt haben.

Text: Ralf Baumann